Stadthexe

Etwa zur gleichen Zeit entstand eine zweite Figur, die "Binsdorfer Stadthexe" (Narrenruf "Stadt-Hexe"). Aus alter Tradition heraus geht man in Binsdorf am "Schmotziga" (Schmotzigen Donnerstag) "ge Hexa", anfangs in alten Frauenkleidern, seit Bestehen der Zunft in einheitlichem Häs. Die Maske der Stadthexe hat nichts Furchterregendes an sich, vielmehr hat sie ein molliges gutmütiges Aussehen, obwohl alle für eine Hexe charakteristischen Merkmale wie Hakennase, hervorstehende Zähne, spitzes Kinn vorhanden sind. Als Kopfbedeckung trägt sie ein Samthäubchen, der gehäkelte Umhang stammt von einer alten Tracht. Über einer Samtweste und einem grünen oder schwarzen Rock trägt sie eine beige Schürze. Dazu gehören Ringelsocken, Strohschuhe und der Hexenbesen.

Der Name Stadthexe stammt daher, dass Binsdorf seit 1315 Stadt ist. Mit der Eingemeindung 1974 nach Geislingen (trotz erheblichem Widerstand der Binsdorfer), ging der Stadttitel auf die Gesamtstadt Geislingen über.

 

Leitung Stadthexen: Daniela Ritter, Daniel Moser, Daniela Bonaus