Holzhutzel

Im Jahre 1982 entwarf Paul Held eine neue Narrenfigur, die "Binsdorfer Holzhutzel". Der Name Holzhutzel ist der Spitzname der Binsdorfer. Wo der Name Holzhutzel (gedörrte Birne) herkommt, ist nicht eindeutig geklärt. Man nimmt aber an, dass durch das raue Klima von Binsdorf die Birnen dort nie richtig reifen, sondern sie eher hart und trocken werden und sie auf dem Markt nicht die Begehrtesten waren.

Die Holzhutzel (Narrenruf "Holz-Hutzel") ist vor allem in der Maske zu erkennen, die die runzelige Form einer Birne hat. Am Stiel der Hutzel ist ein grünes Laubblatt angebracht, welches der Maske einen eigentümlichen und einzigartigen Charakter verleiht. Sie hat einen verschmitzten spitzbübischen Ausdruck. Da Schultertuch ist mit einer bunten Schleife verziert und zeigt Vogelmotive heimischer Arten. Das Kleid ist mit Motiven aus Feld und Garten bemalt. Die Rückseite der Jacke zeigt markante Motive aus Binsdorf wie das Rathaus, das Stadtwappen oder die alte Stadtansichten. Die Hose, sowie die Ärmel der Jacke mit dem Laubmuster zeigen das Wachsen der Birne. In der Hand trägt der Narr einen birnenförmigen Weidenkorb, aus dem er Süßigkeiten verteilt, ebenso einen Federbusch, mit dem er die Leute abstaubt, um ihr "Wahres Gesicht" zu sehen. Abgerundet wird der Weißnarr durch ein Glockengeschell.

Ihre Polonaise tanzen die Holzhutzeln auf den Binsdorfer Narrenmarsch.

Leitung Holzhutzeln: Ludwig Englert